11.11.2020, die Fahne weht an der Geschäftsstelle

Jedes Jahr zum Martinstage,
beginnt was Tolles, ohne Frage,
ein Glücksgefühl was jeder kennt,
das man schlichtweg „Die Fastnacht“ nennt.

Am 11.11. ist’s soweit,
da startet sie, die närrisch’ Zeit,
und jeder Narr, ob groß, ob klein,
stimmt auf die Fassenacht sich ein.

Dann wird geschunkelt und gelacht,
sich umarmt und Spaß gemacht,
Küsschen verteilt, ganz ohne Qual,
so wär’ es eigentlich normal.

Doch dieses Jahr ist nix wie immer,
dieses Jahr ist alles schlimmer,
denn dieses Mal oh welch ein Graus,
bremst uns ein blödes Virus aus.

Kein St. Martin, keine Narren,
auch kein Singen oder Lachen,
kein Remmidemmi und Radau,
und was am Schlimmsten – kein Helau.

Das erfüllt doch sehr mit Schmerz,
vor allem bricht es glatt das Herz,
und ob ihr’s glaubt jetzt oder nicht,
die Tränen kullern durchs Gesicht.

Was uns jetzt bleibt ist völlig klar,
wir haken’s ab, das blöde Jahr,
denn – wie heißt es doch so fein,
nach Regen kommt stets Sonnenschein.

Selbst du Corona schaffst es nie,
zu zwingen uns in unsre Knie,
niemals wirst du uns verbiegen,
wir lassen uns nicht unterkriegen.

Denn eines hast du nicht bedacht,
es gibt da nämlich eine Macht,
und die ist stark – und schon recht alt,
die Macht sie heißt Zusammenhalt.

Wir steh’n zusammen wie noch nie,
und trotzen so der Pandemie,
bleiben munter, lustig, heiter,
auf diese Weiße geht es weiter.

Weiter vorwärts ohne Frage,
es kommen wieder tolle Tage,
ja genau – wer hätt’s gedacht,
ich mein die goldisch Fassenacht.

Ein Jahr das ist doch schnell vorbei,
dann gibt es wieder Narretei,
Redner, Tänze, vieles mehr,
ich freue mich darauf schon sehr.

Bis dahin wünsch ich euch viel Glück,
dem CVB und Bingerbrück,
denn trotz Corona segelt heiter,
das Narrenschiff voll Hoffnung weiter.

( Andreas Kerner )